Du bist ein Geschenk für die Welt

Erweckung

Kein Licht ohne Schatten - Gegensätze helfen die Welt zu verstehen

Gegensätze

Chaos als Chance - Inspiration, Kreativität und neue Perspektiven

Tohuwabohu

Individualität und Emotionen, Naturverbundenheit und Selbstfindung

Romantik

Du spürst inneren Frieden und fühlst dich zuhause

Ankunft

Zyklus - Tanz des Lebens

Das Leben vollzieht einen Zyklus. Suche und finde durch Begegnung und Austausch mit Anderen neue Lebensziele. Erwecke Deine Kraft - Spüre die Gegensätze in Dir - Lass alles mal Tohuwabohu sein - Gib der Romantik eine Chance - Erlebe die Ankunft, Deine Mitte.

Die Tiefen eines Lebens bringen oft neue und segensreiche Erkenntnisse. Verschüttetes wird wieder sichtbar. Meine Lebensgeschichten führten mich zurück zu meinen Wurzeln. Tanzen rettet Leben, jedenfalls meines. In Anlehnung an “Die fünf Rhythmen” von Gabriela Roth entsteht “Zyklus - Tanz des Lebens”.

Bewegungselemente

Ich bin

Der Körper beginnt nach und nach zu erwachen, behutsam, voller Erstaunen darüber, was in ihm steckt. Erst einzelne Körperteile, vorsichtig, behutsam, anfänglich etwas unbeholfen, er orientiert sich noch, bis schließlich der gesamte Körper durch und mit Musik erfüllt ist und spürt: Ich bin, ich lebe.

Die Welt wahrnehmen durch Gegensätze

Das Ausprobieren und Erkunden von Zeit und Raum, Richtung, oben und unten, links und rechts, langsam und schnell sind ein tänzerischer Ausdruck von Gegensätzlichkeit und spiegelt sich in der Musik wieder.

Wirrwar im Kopf

Hier dominieren zappelige, chaotische, lebendige Bewegungsmuster, der Körper ist aufgeladen und darf “ausrasten”. Die musikalische Untermalung lässt den Körper durcheinander hasten, Elemente von stampfen, trampeln, zappeln bis hin zu abgehakten und kantigen Bewegungen lassen den Körper in der Verbindung mit dem, was er bereits kennt, “neue Wege” gehen.

Verbunden sein mit der Natur

Alles fließt, sachliches Denken weicht der Emotionalität. Gleitende Bewegungen, tiefes Durchatmen und weiche, zärtliche, runde Bewegungselemente voll Inbrunst und Liebe im Einklang mit der Musik bringen uns unserem Wesenskern immer näher. Wir fühlen uns mit den Menschen und der Natur verbunden.

Mein ureigener Tanz

Es entsteht ein Gefühl von Klarheit. Körper, Seele und Geist sind im Einklang. Du differenzierst, weißt was Du kannst. Gibst Dir selbst und anderen Raum. Du tanzt Deinen Tanz nach Deiner Musik, ruhst in Dir selbst und lässt Deine ganz eigenen Bewegungselemente zu. Du bist angekommen.

Die pädagogische Relevanz und bildende Kraft

Der Zyklenprozess folgt einem übergeordneten Ablauf, analog der “Gruppenphasen nach Bernstein und Lowy”:

  • Erweckung steht für die Orientierungsphase
  • Gegensatz und Tohuwabohu sind mit dem Machtkampf im Gruppenprozess verwandt
  • Romantik steht für das Miteinander und Wohlfühlen, wie es der Vertrautheitsphase zugeschrieben wird
  • Ankunft ist Differenzierung und Abschluss zugleich

Methodisch-didaktischer Umsetzungsvorschlag:

Die Teilnehmenden machen sich für jeden Bewegungs-Zyklus die entsprechenden Bewegungsmuster bewusst und stellen diese zusammen. Sie entscheiden sich für eine Erweckungsmusik und probieren ihre Bewegungsmuster danach aus. So kann mit jedem Bewegungs-Zyklus verfahren werden. Entscheidend ist hier ein bewertungsfreier Rahmen, der viel Möglichkeiten des Experimentierens und Ausprobierens zu lässt. 

Die Settings werden der Gruppe angepasst, um ein Ausagieren zu ermöglichen. Die Anleitungsperson ist Teil der Gruppe. Die ausgewählte Zyklenmusik, Lichteffekte, das Spiel mit Hell und Dunkel (Schattenwirkung), unterschiedliche Raumgrößen wirken motivierend und senken die Hemmschwelle, sich zu bewegen. Meist reichen geringe Anweisungen, da die Gruppe sich selbst steuert, je nach Alter. Zu Beginn steht, sitzt oder liegt jede Person nur im Raum, schlaftrunken, unbeweglich. Mit der Musik erwachen nach und nach die Teilnehmenden, erst einzelne Körperteile, bis schließlich der ganze Körper in Bewegung kommt. 

Im weiteren Zyklusgeschehen wird der Raum erkundet, links, rechts, Mitte, oben und unten. Alle Bewegungsmuster sind möglich, gehend, hüpfend, laufend, robbend, drehend, etc…ein totales Durcheinander entsteht.

Anfänglich schaut jeder oft noch zum anderen, beobachtet, lacht, macht die Bewegungsmuster nach. Je weiter der Zyklusprozess voranschreitet, umso mehr ist der Mensch bei sich. In der Romantik sind leichte, bunte Tücher hilfreich, die im Raum verteilt liegen und genutzt werden können, um das Fließen, das Wohlfühlen noch stärker zum Ausdruck zu bringen. Im fünften Zyklus kommen alle zum Ende der Musik auf den Boden, still stehend, sitzend oder liegend allein oder aneinander gekuschelt zur Ruhe. Sie sind angekommen. Und dies ist Anfang und Ende zugleich. Ein neuer Zyklus kann beginnen.